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Myanmar - Chin Staat

An der Grenze zu Bangladesch und Indien, im Westen Myanmars liegt der ruhige und abgeschiedene Chin Staat. Oft werden die Bewohner dieser Region, der Volksstamm der Chin, als vergessenes Volk bezeichnet, da sie anscheinend völlig abseits der Zivilisation und deren moderne Errungenschaften ihr Leben führen. Gerade dieses karge Leben, die schroffe, gebirgige Landschaft und das Leben ohne großen Luxus machen einen Besuch im Chin Staat so attraktiv. Hier lernt man eine der ursprünglichsten Gesichter Myanmars kennen.

regionenDie meisten Angehörigen des Chin Volkes sind Christen, es gibt aber keinerlei religiöse Konflikte zwischen christlichen und buddhistischen Völkern in Myanmar. Doch kann man hier besonders schöne Kirchen und auch Friedhöfe entdecken. Ebenfalls ein besonderes Merkmal der Angehörigen der Chin sind ihre Tatoos. Schon seit Generationen werden die Chin Frauen mit tätowierten Gesichtern versehen. Dieser Brauch entstand aus der Zeit der Versklavung, wo dieser Gesichtsschmuck als besonders hässlich galt und die somit wertlosen Frauen der Sklaverei entkamen.

Trotz der vermeintlichen Armut der Bevölkerung trifft man hier stets auf fröhliche, lachende und überaus sympatische Menschen, die den Besuchern neugierig und gastfreundlich entgegenkommen. Reisende sollten aber stets den Respekt gegenüber dieser Bergvölker wahren.

Sehenswertes in Myanmars Chin Staat

Die Hauptstadt des Chin Staates, Hakha, hat so gar nichts mit einer schillernden Metropole zu tun. Vielmehr gleicht sie einem abgelegenem Dorf und wird oft mit einer Geisterstadt im Wilden Westen verglichen. Beeindruckend sind hier die Sonntage, wenn sich früh morgens die Frauen in ihren wunderbar bestickten Kleidern auf den Weg zur Kirche begeben.

Auch das Stadion, eines der größten Gebäude der Region ist durchwegs sehenswert, besonders wenn gerade eine Veranstaltung abgehalten wird und sämtliche Bewohner des umliegenden Gebietes hierher pilgern. Hakha ist malerisch gelegen und absolut charmant für einige Tage in Ruhe und Bescheidenheit. Ein Highlight ist es, hier die Sonnenaufgänge und die Sonnenuntergänge zu erleben, ein berührendes Erlebnis nicht nur für Romantiker.

Der Rih Dil See im nordwesten des Chin States

Eines der beliebtesten Fotomotive Myanmars befindet sich ebenfalls im Chin Staat. Der Rih Dil, der Reh See besticht mit seiner herzförmigen Gestalt. Idyllisch ist er in die gebirgige Landschaft eingebettet. Die Stadt Rih Kaw Da ist eine kleine Grenzstadt und besonders viele Pilger aus Indien sind hier anzutreffen, da diese an die guten Geister glauben, welche im Reh Lake wohnen. Hier sollen angeblich alle Wünsche in Erfüllung gehen.

Der Berg Mount Victoria und der dazugehörige, gleichnamige Nationalpark Nat Ma Taung stehen seit dem Jahr 1994 unter Naturschutz. Hier findet man Savannen, Laubwälder und immergrüne Pinienhaine. Den Berg sollte man unbedingt mit einem einheimischen und ortskundigen Führer unternehmen, der viel über die Tierwelt, die Pflanzenwelt und das Leben im Chin Staat erzählen kann.

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