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Myanmar, die Volksgruppe der Shan

Während des Urlaubs und der Rundreisen durch Myanmar begegnet man immer und überall dem freundlichen Lächeln der Burmesen. Sie sind überaus gastfreundlich und heißen die Besucher aus dem Ausland herzlich willkommen. Doch bei einer Volksgruppe, den Shan, sind besonders deutschsprachige Reisende außerordentlich beliebt, da sie mit diesen eine wild romantische Geschichte verbindet. Zwar handelt es sich bei jener Person, um die es sich in der Geschichte der Shan dreht um eine Österreicherin, doch deutschsprachig ist deutschsprachig, und die Shan freuen sich auf jeden Fall, die Sprache und deren Klang ihrer ehemaligen Prinzessin zu hören.

Das Leben der Shan

shanDie sogenannte ethnische Minderheit, die Shan, bilden mit etwa 6 Millionen Zugehörigen die größte Volksgruppenminderheit in Myanmar. Die stolze Gruppe der Shan lebt heute fast ausschließlich im Osten Myanmars und nennt Taunggyi die Hauptstadt. Auch offiziell ist der Shan Staat eine Verwaltungseinheit des Landes, und ist mit der Fläche von einem Viertel des Landes sogar die Größte.

Die Gegend mit ihren Hochebenen, Tälern und Bergen lädt zum Wandern ein, doch sollte man sich hier unbedingt einem einheimischen Führer anvertrauen. Die Shan leben auch heute noch hauptsächlich von der Landwirtschaft. Reis und Gemüseanbau sichert das tägliche Überleben, aber auch viele Goldschmiede und Schmuckhersteller sind unter den Shan zu finden. Hier kann man herrliche Unikate mit seltenen Edelsteinen erstehen.

Die Geschichte der österreichischen Shan Prinzessin

1953 heiratete eine Kärntnerin in Denver ihren Studienkollegen aus Burma, ohne zu wissen, dass er nicht nur ein einfacher Ingenieur war. Erst als sie mit ihm im heutigen Myanmar eintrifft erfährt sie, dass ihr frisch angetrauter Mann eigentlich Prinz Sao Kya Seng des Shan Staates Hsipaw war. Das junge Mädchen Inge Eberhard quasi von einer Minute auf die andere Sao Nang Thusandi, die Shan Prinzessin. Mit ihren vielen Ideen aus Amerika und den Neuerungen im Gesundheitswesen eroberte die Shan Prinzessin schnell die Herzen ihres Volks.

reisterassenSie setzte sich für neue Schulen und Krankenhäuser ein, und dank ihr sank die Sterblichkeitsrate bei Neugeborenen immens ab. Auch ihr Mann tat viel Gutes für sein Volk. Er überließ den Bauern die Felder, um Reis und Gemüse anzubauen, erarbeitete ein Programm gegen die herrschende Spielsucht seiner Untertanen und ging massiv gegen die Korruption im Land vor.

Leider löste dies auch Unmut bei den Regierenden Myanmars und dem Militär aus, und er wurde 1962 von der putschenden Armee verhaftet und gilt als verschollen. 1964 kehrt die Prinzessin mit ihren 2 Töchtern nach Österreich zurück, lebt aber mittlerweile wieder in den USA, da zu damaliger Zeit ein Leben auf dem Lande mit Kindern aus gemischten Ehen nicht sehr leicht war.

Das Herz der Kärntnerin hängt aber auch heute noch an Myanmar und dem Volk der Shan. Kommt man während der Rundreisen durch das ehemalige Burma mit Angehörigen der Shan ins Gespräch, so wird man feststellen, diese Zuneigung gilt auch heute noch für beide Seiten.

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